Digitale Plattformen: Präsentationen im digitalen Raum

Für die Verbreitung von Veranstaltungen, Lesungen und Kritiken sind Websites sowie die sozialen Medien von großer Bedeutung. In der Nutzung von digitalen Medien zur Vernetzung hat die Lyrik häufig eine Vorreiterrolle gespielt: Mit Websites wie signaturen-magazin.de, lyrikline.org, poesiegalerie.at, lyrikkritik.de oder lyriklab.org haben Dichter:innen und Vermittler:innen einzigartige Lyrikplattformen geschaffen, die auch in den sozialen Netzwerken neue Räume erschließen. Es sind Präsentations- und Publikationsorte, Feuilletons, Orte des Austauschs und Zusammenhänge der poetischen Bildung für kommende Dichter:innen.

Lyrik ist aufgrund ihrer Kürze ideal geeignet, um Literatur online zu verbreiten. Mit Lesungsvideos, Lyrikfilmen und Audiofiles ist sie fest in digitalen Formaten verankert. Seit der Verbreitung des Internets ist die Lyrik auf der Suche nach neuen digitalen Formen und gestaltet diese mit. Durch ihre Nähe zur Bildenden Kunst ist sie auch in der virtuellen Realität zuhause und erschafft dort Texträume.

Die Vermittler:innen im Internet stellen neben den klassischen Printzeitschriften wichtige Publikationsorte bereit. Ihre redaktionelle Arbeit ist umso bedeutender, da im deutschsprachigen Internet die meisten Gedichte auf redaktionellen Websites erscheinen. Dort tauschen Produzent:innen und Vermittler:innen oft auch ihre Rollen, um neue Formate, wie z. B. digitale Performances, zu erkunden. Lyrik ist im digitalen Raum auf allen Plattformen präsent, in Blogs, Podcasts, auf Twitter und Instagram, aber auch auf TikTok. Unter Hashtags wie #poesie oder #lyrik findet man von kurzen lyrischen Texten bis hin zu Veranstaltungs- und Leseempfehlungen einen regen Austausch.

Digitale Plattformen in Deutschland

Das Literaturportal: poetenladen

Ansprechpartner:innen: Andreas Heidtmann

im frühjahr 2005 ging der poeten­laden ins netz. nachdem sich das lite­ratur­portal inner­halb von zwei jahren zu einer der leben­digsten und best­besuchten websites für neue deutsch­spra­chige lite­ratur ent­wickelt hatte, lag es nahe, ein komple­ment zur web­präsenz zu schaffen. so kam 2008 der verlag des poeten­ladens ins spiel. 2010 er­hiel­ten magazin und website den calwer her­mann-hesse-preis.

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Der Goldene Fisch

Ansprechpartner:innen: Andreas Seyerlein

„Der goldene Fisch“ ist ein Lyrik- und Kurztexteblog, der vor über zehn Jahren von acht Schriftstellerinnen und Schriftstellern spontan ins Leben gerufen wurde, aus dem Antrieb heraus, im Internet unabhängig, zeitnah, unkompliziert und nicht zuletzt qualitativ hochwertig zu publizieren. Das Deutsche Literaturarchiv Marbach kümmert sich um eine langzeitige Bewahrung der Fülle an kulturellen Perlen, die sich mit der Zeit anhäuften: „In Tagen des Schweigens spricht der digitale Fisch aus den Tiefen seiner Archive“, so Andreas Louis Seyerlein, der durch das dichtmaschige Programm führt.

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Literaturport

Ansprechpartner:innen: Claudia Schütze

LITERATURPORT.de ist eine im deutschsprachigen Raum einmalige Plattform zur Förderung und Vernetzung von Schriftstellern und für die Literaturvermittlung. Seit ihrem Start im Jahre 2006 richtet sich die Seite an Literaturschaffende und Literaturinteressierte gleichermaßen.

Ein Portal des Literarischen Colloquiums Berlin (LCB) und des Brandenburgischen Literaturbüros (BLB).

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Lyrik Empfehlungen

Ansprechpartner:innen: Katja Boeddinghaus, Karin Herber-Schlapp

Eine Orientierungshilfe im Dschungel der Neuerscheinungen bieten die Lyrik-Empfehlungen. Zehn Lyrikexperten wählen deutschsprachige und ins Deutsche übersetzte Gedichtbände aus, die sie für besonders empfehlenswert halten.

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Lyrikkritik

Ansprechpartner:innen: Hendrik Jackson

lyrikkritik ist eine Plattform für Lyriker, Lyrikerinnen, Kritikerinnen und Kritiker, die sich auf je sehr unterschiedliche Weisen mit Literatur und Lyrik im Besonderen auseinandersetzen.

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lyrikline

Ansprechpartner:innen: Heiko Strunk

Eine Lyrik-Plattform, die an festem Platz regelmäßig vom Autor selbst gesprochene Gedicht-Sammlungen vorstellt. Eine Foto- und Textpräsentation soll dem jeweiligen Hörerlebnis ein Gesicht verleihen... Das erklärte kulturpolitische Ziel von lyrikline ist es, über den multimedialen Erlebnischarakter, den das Internet bietet (Text, Bild, Ton), den Verbreitungs- und Bekanntheitsgrad sowie die Rezeptions- und Verkaufsmöglichkeiten von deutschsprachiger und internationaler Lyrik weltweit zu mehren.

lyrikline ist ein Projekt vom Haus für Poesie in Kooperation mit den internationalen Netzwerkpartnern von lyrikline.

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poesie.xyz

Ansprechpartner:innen: Nick Lüthi

In aufregender, trotzdem lesbarer Typografie werden auf poesie.xyz unveröffentlichte Gedichte vorgestellt. Nebst Gedichten und Kommentaren zu den Gedichten kennt das Magazin keine anderen Textsorten.

Veröffentlicht werden 2 Gedichte pro Woche, immer Dienstags und Freitags. Die Kriterien für die Texte sind dabei so einfach wie nichtssagend: Es dürstet uns nach guten Texten. Und gut kann vorerst alles heissen, weil es uns müssig erscheint, eine klare Poetologie aufzutischen. Schliesslich sollen hier auch gerade Texte Platz haben, die anderswo vielleicht untergehen würden, die wild sind und neuen Ideen Ausdruck verschaffen wollen. Gerade Lyrik sollte immer auch eine Einladung zum Experiment sein. Und ein entsprechendes Magazin solche auch befördern.

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Signaturen. Forum für autonome Poesie

Ansprechpartner:innen: Kristian E. Kühn, Ulrich Schäfer-Newiger

Eine Zeitschrift für neue und alte Texte mehr im Netz? Zunächst nur als Forum. Für Beziehungen der Zeichen und Worte zur Poesie? Zur autonomen Poesie! Das Forum wird also nicht nur Texte, Essays und Diskurse enthalten, sondern auch die Leser zur Diskussion anregen? So ist es. Einer der Schwerpunkte sind Essays. Und jeden Monat wird ein Portrait eines Dichters, Verlegers oder Kritikers ins Netz gestellt. Außerdem sind Berichte zur Sprache der bildenden Kunst, zu Preisverleihungen und Veranstaltungen (vor allem im Münchner Raum) sowie Rezensionen vorgesehen.

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