Über das Netzwerk Lyrik

Zum Netzwerk Lyrik haben sich im Mai 2017 Lyriker*innen, Lyrik-Übersetzer*innen, Publizist*innen, Wissenschaftler*innen, Institutionen und unabhängige Veranstalter zusammengeschlossen, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, die Kunstsparte Lyrik in ihren vielfältigen Erscheinungsformen zu fördern und zu stärken. Das Netzwerk agiert auf kultur-, wissenschafts- und bildungspolitischer Ebene und im gesellschaftlichen Zusammenhang.

 
Lyrik ist eine eigenständige Kunst, die eigener Formen von Präsentation, Vermittlung und Distribution bedarf. Als solche ist sie Quelle künstlerischer Transformationen und in der Überschneidung mit anderen Künsten intermedial verfasst. Dies gilt immer auch für die Übersetzung von Lyrik.

 
Das Netzwerk Lyrik sieht sich demokratischen Grundsätzen verpflichtet und ist weltoffen. Es versteht sich parteipolitisch und konfessionell ungebunden und bietet keine Plattform für Rassismus, Antisemitismus, Sexismus, Fanatismus oder andere diskriminierende Praktiken und Tendenzen.
Das Netzwerk Lyrik hat den Zweck, Lyrik sowohl als eigenständige Kunstform als auch im Ensemble mit anderen Künsten zu fördern, insbesondere Lyriker*innen und Übersetzer*innen zu fördern und zu stärken, zugleich eine Stärkung von Lyrikveranstaltern und Lyrikvermittlern zu bewirken und die Lyrik mit Medien, Schulen, Universitäten, Wissenschaft und Politik enger zu verknüpfen.

 

Was bisher geschehen ist

Nach vorbereitenden Treffen in Berlin (2015), Göttingen (2016), Caputh (2017) und Darmstadt (2017) gründete sich am 5. Februar 2018 im Haus für Poesie in Berlin der bundesweit agierende Verein Netzwerk Lyrik. Eine erste Mitgliederversammlung fand, verbunden mit einer von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien geförderten Tagung, vom 2. bis 4. November 2018 in Kassel statt.

 

Dem vorbereitenden, ebenfalls vom BKM geförderten Treffen in Caputh lag eine „Studie zur Einkommenssituation von Dichter*innen in Deutschland“ zugrunde. Die Versammlung beschloss, dass das Netzwerk Lyrik gegründet werden soll, sowie einen „Aufgaben- und Forderungskatalog zur Stärkung der Lyrik“. Bei der Tagung in Kassel wurden drei Positionspapiere zu den Themen „Lyrik und Medialität“, „Lyrik an Schulen und Hochschulen“ sowie „Schulische und außerschulische Poetische Bildung“ verabschiedet. Die erwähnten Papiere können im Bereich „Dikurs“ [Link] heruntergeladen werden.

 

Der Verein hat seinen Sitz im Haus für Poesie in Berlin. Der von den Mitgliedern in Kassel gewählte Vorstand hat folgende Mitglieder: Dr. Thomas Wohlfahrt , 1. Vorsitzender; Claudia Maaß, 2. Vorsitzende; Saskia Warzecha, Kassenwartin; Dr. Friedrich W. Block, Özlem Özgül Dündar, PD Dr. Burkhard Meyer-Sickendiek, Karla Montasser, José Oliver, Hendrik Jackson, Beisitzer.